Peter Wright hat das vorletzte Turnier der European Tour in Riesa gewonnen. In der gut besuchten Sachsenhalle besiegte der Schotte im Finale den Belgier Kim Huybrechts mit 6:5. Für Wright war es bereits der zehnte Titel in der Saison 2017, so viele Siege in einem Jahr schafften vor ihm nur drei andere Spieler. Aus deutscher Sicht verlief das Heim-Event wieder mal enttäuschend.

Nur Phil Taylor, John Part und Michael van Gerwen gelang zuvor das Kunststück, mindestens zehn Turniere in einem Jahr zu gewinnen. Nun ist Snakebite in diese illustre Runde aufgestiegen. Die Klasse eines Peter Wright zeigte sich am Wochenende wieder mal auch dadurch, dass er sich trotz teilweiser – für seine Verhältnisse – bescheidender Leistung gleich durch etliche ausgeglichene Spiele durchbiss.

Die Nummer drei der Welt startete am Samstag mit einem 6:2 über Chris Quantock etwas holprig ins Turnier. Quantock, einer der weniger Darter, die vielleicht ein paar Pfund mehr vertragen könnten, hatte durchaus seine Chancen gegen Wright, vergab aber insgesamt 15 Darts auf Double. Am Sonntag traf Snakebite in der Runde der letzten 16 auf Ronny Huybrechts und siegte nach holprigem Start mit 6:4. Im Viertelfinale hieß der Gegner Jelle Klaasen. Auch diese Partie endete mit einem 6:4-Erfolg des Schotten, auch, weil Klaasen diverse Chancen ausließ. Im Semifinale hatte Wright es mit der positiven Überraschung des Turniers, Ron Meulenkamp, zu tun. Und der junge Niederländer verkaufte sich auch gegen Wright gut, verlor aber am Ende mit 3:6, auch, weil Snakebite gegen ihn seine bisher beste Turnierleistung auspackte.

Im Endspiel traf Wright auf Kim Huybrechts, der zuvor unter anderem Joe Cullen und Gerwyn Price besiegt hatte. In einer engen Partie auf hohem Niveau setzte Wright sich im Decider durch, spielte einen 12-Darter mit einem 116er-Finish zum Sieg.

Aus deutscher Sicht verlief das Heimspiel wieder mal ernüchternd. Martin Schindler (3:6 gegen Richie Corner), Dragutin Horvat (3:6 gegen Chris Quantock) und Bernd Roith (4:6 gegen Josh Payne) verloren allesamt ihre Erstrundenpartien.

Nur Max Hopp konnte erstmals seit Langem wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen. Gegen Mark Webster gewann der Maximiser nach toller Leistung mit 6:4, holte sich das entscheidende Leg dabei mit einem 81er-Finish, während Webster bei 40 Rest auf seine Chance wartete. Zuvor hatte Hopp bereits zwei Matchdarts vergeben. In seiner zweiten Partie passte Hopp sich aber leider wieder seinen bisherigen Leistungen aus 2017 an und unterlag Alan Norris sang- und klanglos mit 1:6. Die Chancen auf die WM von Hopp tendieren Richtung Null. Einzig der Sieg bei der Junioren-WM scheint eine einigermaßen „realistische“ Chance.

Für den besten deutschsprachigen Darter, Mensur Suljovic, endete das Turnier eine Woche nach seinem sensationellen Sieg bei der Champions League ebenso enttäuschend. Gegen Angstgegner Gerwyn Price verlor The Gentle im Achtelfinale mit 5:6. Es war die siebte Niederlage im achten Duell mit dem Waliser.

(SCH)

 

 

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