Snakebite Peter Wright hat sich bei den European Darts Open 2017 in Leverkusen seinen vierten Sieg auf der European Tour gesichert. Im Finale besiegte der Schotte Altmeister Mervyn King mit 6:2. Deutschlands momentan bester Spieler, Martin Schindler, musste sich knapp in Runde eins geschlagen geben. Max Hopp verpasste erneut die Qualifikation.

 

Nach seinem frühen Aus in Wien gegen Kim Viljanen hatte Peter Wright in Leverkusen etwas gutzumachen. Die Nummer drei der Welt startete am Samstag mit einem 6:1 gegen Robbie Green ins Turnier. Im Achtelfinale folgte ein ebenso ungefährdeter Sieg gegen Stephen Bunting (6:3). In der Runde der letzten Acht verpasste Wright dann Dave Chisnall beim 6:1 eine Abreibung.

Im Halbfinale siegte Wright nach 1:3-Rückstand mit 6:3 gegen Mensur Suljovic, der mit dem Erreichen der Runde der letzten Vier erneut ein Topergebnis feiern konnte.
Die beste Performance des Turniers hatte der Publikumsliebling sich fürs Finale aufgespart. Mit einem Average von knapp 103 Punkten ließ er Mervyn King beim 6:2 keine Chance. Für Wright war der Erfolg in Leverkusen bereits der neunte Titel 2017.

King wird trotzdem sehr zufrieden mit seinem Turnier sein, hatten ihm doch viele so ein Finale gar nicht mehr zugetraut. Als erster ungesetzter Spieler seit knapp 18 Monaten erreichte er nach Siegen über Kim Viljanen (6:3), Ian White (6:2), Devon Petersen (6:3), Rob Cross (6:2) und Michael Smith (6:4) ein Finale der European Tour.

Für Deutschlands momentan größte Hoffnung seit der Formkrise von Max Hopp endete das Turnier unnötigerweise bereits in Runde eins. Martin Schindler outscorte Robbie Green in ihrer Partie zwar, zeigte aber eine schwache Performance auf die Doppel. Green, der während der Partie seine Darts wechselte, scorte mittelprächtig, hatte am Ende aber eine Doppelquote von 75 Prozent vorzuweisen. Schindler hingegen traf nicht mal jedes fünfte Doppel und musste sich somit trotz gutem Scoring mit 5:6 geschlagen geben.

Steffen Siepmann, der in diesem Jahr bereits völlig überraschend das Achtelfinale der German Darts Masters erreichte, zeigte sich in seiner Erstrundenpartie gegen Jermaine Wattimena erneut nervenstark. Mit Finishes von 107, 100 und 96 zeigte er erneut, dass er nicht viele Darts auf Doppel braucht. Das 96er-Finish spielte Siepmann beim Stand von 5:5 mit Wattimena auf 40 Rest.
In der zweiten Runde hielt der Deutsche dann gegen Stephen Bunting ordentlich mit, musste sich am Ende aber wegen zu vieler schwachen Aufnahmen zwischendurch mit 4:6 geschlagen geben.

Der dritte Deutsche Qualifikant, Christian Bunse, unterlag bei seinem Debüt auf der European Tour Jerry Hendricks nach gutem Auftakt mit 4:6.
Die beiden letzten Deutschen trafen in der ersten Runde aufeinander. Hier setzte sich Robert Allenstein mit 6:3 gegen Dragutin Horvat durch, der in der letzten Qualifikationsrunde Max Hopp mit 6:5 besiegt hatte. In seiner zweiten Partie war Allenstein dann aber gegen Rob Cross chancenlos – er unterlag mit 0:6.

Cross bestrafte dann eine Runde später Michael van Gerwen für zu viele verpasste Doppel. Der Shootingstar dieses Jahres warf den großen Favoriten mit 6:2 aus dem Turnier. Im Viertelfinale war für den Engländer dann aber wie schon erwähnt gegen King Schluss.

Neben Peter Wright dürfte noch ein weiterer Schotte äußerst zufrieden mit dem Wochenende gewesen sein. John Henderson erreichte nach Ewigkeiten mal wieder ein Viertelfinale, besiegte dabei Ray Campbell, Kim Huybrechts und Alan Norris, bevor er Mensur Suljovic mit 2:6 unterlag.

(SCH)

 

 

Erste Runde:
Mark Walsh 6-2 Nathan Aspinall
James Richardson 6-2 Mark Webster
John Henderson 6-2 Ray Campbell
Krzysztof Ratajski 6-1 Mark Barilli
Steffen Siepmann 6-5 Jermaine Wattimena
Aden Kirk 6-5 Michael Plooy
Robbie Green 6-5 Martin Schindler
Dimitri Van den Bergh 6-0 Matt Clark
James Wade 6-1 Justin Pipe
Jerry Hendriks 6-4 Christian Bunse
Christian Kist 6-2 Zoran Lerchbacher
Peter Jacques 6-3 Kyle Anderson
Mervyn King 6-3 Kim Viljanen
Vincent van der Voort 6-2 Cristo Reyes
Robert Allenstein 6-3 Dragutin Horvat
Devon Petersen 6-5 Richard North

 

Zweite Runde:
Daryl Gurney 6-5 Jerry Hendriks
Gerwyn Price 6-4 Mark Walsh
Alan Norris 6-2 Aden Kirk
Joe Cullen 6-2 Krzysztof Ratajski
James Richardson 6-5 Benito van de Pas
John Henderson 6-4 Kim Huybrechts
Dimitri Van den Bergh 6-5 Simon Whitlock
Stephen Bunting 6-4 Steffen Siepmann
Dave Chisnall 6-2 James Wade
Michael Smith 6-3 Peter Jacques
Mervyn King 6-2 Ian White Mensur
Suljovic 6-4 Christian Kist
Peter Wright 6-1 Robbie Green
Michael van Gerwen 6-0 Vincent van der Voort
Devon Petersen 6-4 Jelle Klaasen
Rob Cross 6-0 Robert Allenstein

Achtelfinale:
Mensur Suljovic Bye (Joe Cullen Withdrew)
John Henderson 6-5 Alan Norris
Dave Chisnall 6-3 James Richardson
Peter Wright 6-3 Stephen Bunting
Gerwyn Price 6-3 Dimitri Van den Bergh
Michael Smith 6-3 Daryl Gurney
Mervyn King 6-3 Devon Petersen
Rob Cross 6-2 Michael van Gerwen

Viertelfinale:
Mensur Suljovic 6-2 John Henderson
Peter Wright 6-1 Dave Chisnall
Michael Smith 6-4 Gerwyn Price
Mervyn King 6-2 Rob Cross

Halbfinale:
Peter Wright 6-3 Mensur Suljovic
Mervyn King 6-4 Michael Smith

Finale:
Peter Wright 6-2 Mervyn King

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