Auch an Tag zwei des World Grand Prix waren die meisten Matches hart umkämpft. Sieben der acht Partien in Dublin gingen über drei Sätze, wieder gewann oft der Akteur, der Satz eins verloren hatte. Am späten Abend gab es dann eine Überraschung und eine Sensation. Peter Wright ist ebenso draußen wie der elffache Turniersieger Phil Taylor. Gleiches gilt auch für Mensur Suljovic.

Dave Chisnall 2 – 1 Robbie Green:
Zum Auftakt des Abends schlug Dave Chisnall Robbie Green nach verlorenem ersten Satz noch 2:1. Der Finalist von 2013 profitierte bei seinem Erfolg ein wenig von einem Stromausfall in der Halle, der für eine 20-minütige Unterbrechung sorgte. Hatte Chizzy vor der Pause noch nicht zu seinem Spiel gefunden, kam er nach der Zwangsunterbrechung stark zurück. Den ersten Satz verlor er zwar trotzdem noch, am Ende konnte er sich aber in einem hart umkämpften Match durchsetzen.

Mick McGowan 1 – 2 James Wilson:
Mick McGowan stand in der zweiten Partie des Tages kurz vorm Einzug ins Achtelfinale – er führte mit 1:0 in den Sätzen und lag im zweiten Satz mit 2:1 vorne. In der „Crunchtime“ spielte Wilson dann aber sein bestes Dart und gewann fünf Legs in Folge zum 2:1-Sieg gegen den Iren, der vor den heimischen Fans am Ende auch mit seinen Nerven zu kämpfen hatte.

Mensur Suljovic 1 – 2 Daryl Gurney:
Eine herbe Enttäuschung musste Österreichs Vorzeigedarter Mensur Suljovic hinnehmen. Gegen den nach einer Handverletzung wiedergenesenen Daryl Gurney verlor The Gentle in einem dramatischen Match im Decider. Die ersten beiden Sätze holten sich erst Gurney und dann Suljovic jeweils zu Null. Das Momentum schien auf der Seite von Suljovic zu sein, aber The Dude gewann die ersten beiden Legs im Entscheidungssatz und war drauf und dran, sich den dritten Satz ebenfalls zu Null zu holen. Doch der Nordire zeigte Nerven, vergab fünf Matchdarts und ließ Suljovic noch mal rankommen. Auch das vierte Leg ging an The Gentle. Im Decider zeigte Gurney dann aber Nervenstärke und holte sich mit einem 92er-Finish das 3:2 und damit den Sieg.

Michael Smith 1:2 Alan Norris:
In einem Spiel mit Höhen und Tiefen für beide Akteure konnte sich Alan Norris gegen den Bully Boy Michael Smith durchsetzen. Smith holte sich den ersten Satz und kam in Satz zwei nach einem 0:2 noch auf 2:2 ran. Norris zeigte dann aber, dass er einer der besten High-Finisher auf der Tour ist und glich mit einem 156er-Finish zum 1:1 in den Sätzen aus. Im dritten Satz hatten beide Spieler ihre Chancen, zeigten aber Schwächen beim Auschecken. Zum Schluss war Chuck dann der Glücklichere und gewann den Entscheidungssatz mit 3:1.

Joe Cullen 1:2 Simon Whitlock:
Ist Simon Whitlock zurück auf dem Weg in die Weltspitze? Zumindest konnte der Australier nach seinem Sieg am Samstag beim 18. Players Championship seinen Lauf am Montagabend fortsetzen und Joe Cullen nach Satzrückstand noch besiegen. Auch in diesem Match zeigten beide Spieler Schwächen, wenn es darum ging, am Ende der Legs de Doubles zu treffen. Mit einer schwachen Check-Out-Quote von 23 % war Whitlock bezeichnenderweise aber noch 8 % besser als sein junger Kontrahent aus England.

Phil Taylor 1:2 Steve West:
Die größte Überraschung des Abends sollte in Spiel sechs folgen. Phil Taylor musste sich nach 1:0-Führung noch Debütant Steve West geschlagen geben. Nach einem schwachen ersten Satz war die Nummer 52 der Order of Merit in der Partie angekommen und zeigte sich nervenstark – besonders beim Finishen. Während Taylor längst überwunden geglaubte Schwächen zeigte, spielte The Jinx seinen Stiefel runter, als würde er nicht mit einer lebenden Legende am Oche stehen. Mit einem 101er-Finish beim Stand von 2:2 im zweiten Satz holte sich West zunächst den Satzausgleich, bevor er sich den dritten Satz gegen einen sichtlich nervösen Taylor cool mit 3:1 sicherte. West hatte eine unglaubliche Match-Quote von 70 % auf die Doubles am Leg-Ende.

Michael van Gerwen 2:1 Steve Beaton:
Mehr Probleme als erwartet hatte Michael van Gerwen zunächst mit Steve Beaton. Nachdem sich Mighty Mike das erste Leg sicherte, drehte The Bronzed Adonis auf und holte sich die nächsten drei zur Satzführung. Durch den Rückstand zusätzlich angestachelt, legte der Niederländer dann aber deutlich zu und holte sich in Weltklassemanier sechs Legs in Folge zu einem ungefährdeten 2:1-Sieg. Van Gerwen spielte gegen Beaton einen 3-Dart-Average von 97,39, womit er den bisherigen Topwert von Anderson toppte. Die Nummer eins der Welt ist definitiv in Form.

Peter Wright 0:2 Brendan Dolan:
Zum Abschluss des Abends gab es eine weitere Überraschung. Ein stark aufspielender Brendan Dolan besiegte Peter Wright glatt mit 2:0. Snakebite spielte definitiv nicht schlecht, konnte sein Spiel aber an diesem Abend nicht auf sein Toplevel heben und war in der Summe gegen den besser spielenden History Maker chancenlos.

(SCH)

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