Der Viertelfinaltag im Ally Pally hatte alles zu bieten, was das Darter-Herz begehrt: Spannung, Rekorde und Emotionen. Während Michael van Gerwen ohne Probleme gewann, mussten die anderen drei Halbfinalisten alle hart kämpfen. Am 1. Januar gibt es dann ein schottisches und ein niederländisches Duell, denn alle Engländer flogen heute raus.

James Wade (6) – Peter Wright (3) 3:5

Die ersten vier Sätze in dieser Partie gingen alle gegen den Spieler, der den Anwurf hatte. „Snakebite“ hatte allerdings auch in in beiden verlorenen Sätzen jeweils zwei Setdarts. Wade nutzte die Chancen aufs Double besser als sein Kontrahent, aber Wright scorte über die gesamte Partie einen Touch stärker. Zwischendurch gewann Wright zwischen Satz vier und sechs acht Legs in Folge, dann sah es allerdings so aus, als würde er den sicher geglaubten sechsten Satz noch abgeben. Er führte 2:0, vergab vier Setdarts und ließ „The Machine“ zum 2:2 ausgleichen. Dann aber gewann der Schotte den Durchgang doch noch mit 3:2. Wade gelang zwar noch ein Satzgewinn, aber „Snakebite“ brachte das Ding im achten Satz mit 13, 11 und 12 Darts zum 3:1 in den Legs nach Hause. Mit einem Average von knapp 105 Punkten untermauerte Wright erneut seine Titelambitionen.

Gary Anderson (2) – Dave Chisnall (7) 5:3

Was für ein fantastisches Match war das im Ally Pally! Anderson spielte einen 3-Dart-Average von 105,90, Chisnall einen von knapp unter 105. 33 180er warfen die beiden, bei 34 in einem Match steht der Allzeit-Rekord. Eine neue Bestmarke stellte dann aber „Chizzy“ doch auf, der 21 der 33 Maxima warf – so viele 180er waren vorher noch keinem gelungen. Dass der Engländer trotzdem noch verlor, lag daran, dass er in den entscheidenden Momenten oftmals seine Nerven nicht im Griff hatte. Anderson gewann die ersten beiden Sätze jeweils mit 3:2, weil Chisnall jeweils beim 2:2 schwache Legs spielte. Danach fand er besser in die Partie und entschied die nächsten beiden Durchgänge für sich. Satz fünf ging wieder an Anderson, der nächste Durchgang an Chisnall. Im siebten Satz führte Chisnall 2:0, vergab dann aber vier Darts zum 4:3. „Chizzy“ verlor den Satz noch und die Partie schien gelaufen. Aber beim Stand von 2:0 im achten Satz vergab dann Anderson drei Matchdarts. Die Nummer sieben der Welt glich zum 2:2 aus, verlor dann aber das fünfte Leg. Anderson trifft im Halbfinale nun auf den von ihm wenig geliebten Landsmann Wright.

Michael van Gerwen (1) – Daryl Gurney (24) 5:1

„MIghty Mike“ schlug „Super Chin“ in einem über weite Strecken einseitigen Match. MVG spielte zum Auftakt drei 12-Darter inklusive einem 170er-Finish zum 1:0 in den Sätzen. Zwar konnte Gurney den nächsten Satz für sich entscheiden, aber er hatte auf Dauer van Gerwen nichts entgegenzusetzen. Der Nordire hatte immer wieder mal Chancen, ließ die meisten aber liegen. Mit einem Average von 103,08 und einer Doppelquote von 41,46 Prozent machte der Niederländer auch beim vierten Spiel dieser WM klar, der Titel kann nur über ihn gehen. Neujahr trifft er auf Raymond van Barneveld.

Raymond van Barneveld (12) – Phil Taylor (4) 5:3

In der letzten Partie des Abends ging es hin und her. Beide wechselten ständig zwischen Licht und Schatten, sodass zu keinem Zeitpunkt klar schien, wer am Ende die Oberhand behalten würden. „Barney“ führte mit 3:1 in den Sätzen, brach dann aber für etwa 15 Minuten komplett ein und müsste Satz vier und fünf Taylor überlassen. Im siebten Satz spielte der Niederländer dann wieder so, als hätte es die beiden Durchgänge zuvor nicht gegeben und entschied diesen klar für sich. Im achten Satz brachten beide bis zum 2:2 ihre eigenen Anwürfe durch, bevor „The Power“ schwächelte und seinem Kontrahenten das letzte Leg dieser Partie mehr oder weniger schenkte.

(SCH)

 

 

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