In der bisher längsten Nachmittags-Session gingen zwei von drei Spielen über die volle Distanz. Daryl Gurney und Dave Chisnall konnten sich erstmals fürs Viertelfinale der WM qualifizieren und James Wade klaute Michael Smith einen sichergeglaubten Sieg.

Mark Webster (25) – Daryl Gurney (24) 3:4

Im bisher vielleicht größtem Drama dieser WM schlug Daryl Gurney aus Nordirland den Waliser Mark Webster mit 4:3. Webster erwischte den besseren Start, verpasste dann aber fünf Darts zum 2:0 in den Sätzen. Gurney holte sich dann nicht nur den zweiten Satz, sondern auch Nummer drei und vier. Beim 3:1 verpasste die Nummer 24 der Welt Matchdarts und legte sich in der Folge mit dem Publikum an. Unter lauten Anfeuerungsrufen kam „The Spider“ auf 3:3 heran. Als es so aussah, als würde Webster die Partie komplett drehen, entschied Gurney im Entscheidungssatz die Nervenschlacht für sich. Für Webster war es ein Spiel der verpassten Chancen, hatte er doch besonders auf die Doublefelder große Schwächen. Nicht mal ein Viertel seiner Würfe auf die äußeren Ringe fand sein Ziel. Exemplarisch für sein Spiel auf die Double stand das zweite Leg des vierten Satzes. Der Waliser hatte nach neun Darts noch 36 Rest und schaffte es mit neun weiteren Darts nicht, sich das Leg zu holen. „Super Chin“ Daryl Gurney wird es egal sein, er darf sich über sein erstes WM-Viertelfinale freuen, wo er auf Darren Webster oder Michael van Gerwen treffen wird.

Dave Chisnall (7) – Jelle Klaasen (10) 4:2

Dave Chisnall ist ebenfalls zum ersten Mal in seiner Karriere ins Viertelfinale der WM eingezogen. Lange dominierte „Chizzy“ die Partie gegen Jelle Klaasen klar, dann bekam er es aber bei der 3:1-Satzführung und 2:0 in den Legs anscheinend mit der Angst vor dem Gewinnen zu tun. Klaasen gewann vier Legs in Folge und es sah alles nach einem Entscheidungssatz aus. „Chizzy“ aber riss sich zusammen und konnte mit guten Darts den sechsten Satz und damit das Match für sich entscheiden. Nun trifft er im Viertelfinale auf Gary Anderson.

James Wade (6) – Michael Smith (11) 4:3

Mit einer Energieleistung drehte James Wade eine Partie, in der er lange schwach spielte, und gewann am Ende nach 1:3-Rückstand noch gegen Michael Smith. Smith startete furios ins Match, ließ aber Mitte des zweiten Satzes nach. Da Wade aber weit von der Form der ersten beiden Runden entfernt war, sah es nach einer klaren Sache für den „Bully Boy“ aus. Beim Stand von 2:2 im fünften Satz startete Wade schwach in seinen Anwurf und Smith lag schon weit vorne. Dann aber fing beim 26-Jährigen anscheinend das Nachdenken an, denn es folgten einige schwache Aufnahmen. Wade sicherte sich das Leg und damit den Satz mit dem ersten Dart auf Double und bestimmte die Partie von diesem Moment an. Die beiden letzten Sätze gewann „The Machine“ jeweils mit 3:0. Er darf sich nun auf ein Viertelfinale gegen Peter Wright oder Ian White freuen.

(SCH)

 

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