Gestern Nachmittag flogen mit Mensur Suljovic und Robert Thornton zwei Top-Ten-Spieler aus dem Turnier – heute Nachmittag zeigten sich die Favoriten gnadenlos, wovon auch Deutschlands Nummer eins ein Lied von singen konnte.

Kim Huybrechts – Max Hopp 4:0

Die Erwartungen der deutschen Medien waren groß und der Ally Pally war auch fest in deutscher Hand. „Ohne Deutschland wär hier gar nichts los“ und „Wir haben Heimspiel in London“ waren nur zwei der Schlachtrufe der zahlreichen deutschen Fans, die für eine großartige Stimmung im Darts-Tempel sorgten. Allerdings konnte die deutsche Nummer eins diesen Erwartungen nicht gerecht werden und verlor sang und klanglos mit 0:4. Huybrechts reichte dabei ein 92er-Average, weil der 20-jährige Wahl-Sachse nie an die Leistung aus der ersten Runde anknüpfen konnte und am Ende nur einen 88er-Average spielte. War die Doppel-Quote in der ersten Runde noch bei über 50 Prozent, landete diesmal gerade jeder vierte Versuch im Double. Der Belgier ging konsequent nach dem Motto „ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es braucht“ vor und dürfte sich einige Körner für das Duell gegen Phil Taylor morgen Abend gespart haben. Für Hopp heißt es jetzt, an die gute Leistung der ersten Runde zurück zu denken und im neuen Jahr wieder anzugreifen. Seine Aussage „gut Ding will Weile haben“ bei sport1 nach dem Spiel ist jedenfalls ein guter Ansatz, an den sich Hopp auch wirklich halten sollte. Außerdem nannte er im Interview mit Sascha Bandermann das Ziel, die Jugendweltmeisterschaft zurück nach Deutschland zu holen.

James Wade – Steve Beaton 4:1

Im zweiten Spiel der Session hatte es James Wade mit Steve Beaton zu tun. „The Machine“ war dabei der klare Favorit gegen „The Bronzed Adonis“ und wurde diesem Status auch von Anfang an gerecht. Schnell ging er mit 3:0 Sätzen in Führung. Danach gelang Beaton noch der Ehrensatz, der an diesem Nachmittag der einzige Satzgewinn eines Verlierers bleiben sollte. Wade spielte am Ende einen 99er-Average und Beaton lag mit gut 97 auch nicht viel schlechter, aber bei den Doppeln merkte man den Unterschied. Wade war immer da, wenn es drauf an kam. Morgen Nachmittag gegen Michael Smith wird sich Wade im Achtelfinale allerdings steigern müssen, aber wir geben ihm gute Chancen, auch dieses Spiel zu gewinnen.

Jelle Klaasen – Brandon Dolan 4:0

„The Cobra“ Jelle Klaasen machte im dritten Spiel des Nachmittags durch seinen 4:0-Sieg über Brandon Dolan den Deckel auf diese einseitige Session drauf. Das Match war eine Blaupause zum Spiel vorher. Schaut man sich die Statistiken an, war Dolan einigermaßen auf einem Level mit dem Niederländer, aber in den entscheidenden Momenten biss die Kobra immer zu und Dolan wurde schnell mit 0:4 nach Hause geschickt. Dave Chisnall dürfte dem Duell morgen Nachmittag gegen Klaasen auch schon mit Respekt entgegen sehen. Klaasen ist aus unserer Sicht wieder ein Kandidat, der mindestens ins Viertelfinale, aber vielleicht auch wieder ins Halbfinale rücken kann.

 

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