Es ist nicht bekannt, ob der Darts-Profi Jonny Clayton zum Aberglauben neigt, aber die 13 ist für den Waliser sicher keine Unglückszahl. „The Ferret“ (Deutsch: „das Frettchen) ist die aktuelle Nummer 13 der Order of Merit, der Geldrangliste der Professional Darts Corporation (PDC). Das ist Claytons bisher höchste Positionierung in der Weltrangliste.

Claytons wurde am 4. Oktober 1976 in Pontyberem geboren. Im Jahr 1995 begann er im Alter von 21 Jahren mit dem Darts. Es sollte 13 Jahre dauern, bis die Nummer 13 der Welt, eine Zahl, mit der in vielen Kulturen Aberglauben verbunden ist, sich erstmals bei einem größerem Turnier anmeldete. Sein Aufstieg in der Darts-Welt war also nicht kometenhaft, sondern das Ergebnis harter, konstanter Arbeit. Zunächst versuchte Clayton es bei der British Darts Organsation (BDO), konnte aber keine nachhaltigen Erfolge feiern. Kein einziges Mal qualifizierte Clayton sich für die Weltmeisterschaft, obwohl er es diverse Male versuchte. Beim WDF Europe Cup 2012 gelang ihm ein erster nennenswerter Erfolg. Er schlug dort unter anderem Jan Dekker und Jani Haavisto und zog am Ende ins Halbfinale ein, wo er gegen den damaligen Weltmeister Christian Kist unterlag. Bis auf ein Viertelfinale bei den International Open 2014 kam aber kein größerer Erfolg mehr dazu.

Aber The Ferret glaubte und arbeitete weiter an sich. Im Jahr 2015 erspielte er sich dann bei der Qualifying School der PDC eine der begehrten Tourkarten, mit der man zwei Jahre jedes Event auf der Pro Tour spielen darf. Die Erfolge ließen aber zunächst weiter auf sich warten. Im August 2016 erreichte Clayton sein erstes Halbfinale auf der Tour, das er allerdings 0:6 gegen Doppelweltmeister Gary Anderson verlor. Sechs Monate später durfte er an seiner ersten Weltmeisterschaft teilnehmen. Nach dem Auftaktsieg gegen seinen Landsmann Gerwyn Price unterlag er in Runde zwei Ian White klar mit 1:4.

Nach drei Viertelfinalteilnahmen bei Players-Championship-Events konnte er in Barnsley am 11. Oktober 2017 seinen erstes PDC-Titel gewinnen. Clayton startete mit einem 6:3 gegen John Norman Jr. ins Turnier, bevor er gegen Terry Jenkins mit 6:4 gewann. Auch Rob Cross konnte ihn nicht stoppen, Clayton siegte mit 6:5. Nach weiteren 6:5-Erfolgen gegen Darren Webster und Antonio Alcinas schlug er in der Vorschlussrunde Jeffrey de Zwaan mit 6:3. Im Finale traf er auf James Wilson. Clayton zeigte sich wenig nervös und gewann am Ende klar mit 6:1.

Auch bei der Europameisterschaft spielte er ordentlich, schlug zum Auftakt Dimitri van den Bergh mit 6:1. Gegen Peter Wright hielt er lange gut mit, musste sich am Ende aber knapp mit 8:10 geschlagen geben. Seinen endgültigen Durchbruch erlebte das Frettchen dann wenig später bei den Players Championship Finals, wo er sein erstes Major-Finale erreichte. Im Endspiel gegen Michael van Gerwen war er allerdings chancenlos.

2018 und 2019 spielte Clayton sich stetig weiter nach vorne, gewann mit den Austrian Darts Open sein erstes Event der European Tour und sicherte sich auch einen weiteren Titel bei den Players Championships.

Wenn sich diese positive Entwicklung bei Jonny Clayton fortsetzt, wird er in der Weltrangliste bald noch besser dastehen als auf Position 13, Aberglaube hin oder her.

 

 

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