Rob Cross ist Darts-Weltmeister 2018. In einem unerwartet einseitigen Finale besiegte der Newcomer bei seinem WM-Debüt die Legende Phil Taylor klar mit 7:2, spielte dabei den drittbesten Average, der je in einem WM-Finale produziert wurde und hatte eine fantastische Doppelquote von 60 Prozent.

Zweieinhalb Wochen Darts-WM liegen hinter uns. Nach 72 Partien, 324 Sätzen, 1.344 Legs und über einer Million geworfenen Punkten wurde ein Märchen wird wahr, während ein anderes unvollendet blieb. Phil Taylor wurde bei seiner 29. und letzten WM der 17 Titel verwehrt, Rob Cross krönte sein einzigartiges Debütjahr mit dem Weltmeistertitel. Lohn dafür sind neben einem Eintrag in die Geschichtsbücher 400.000 Pfund Siegprämie und Platz drei in der Weltrangliste.

Cross startete hochkonzentriert in die Partie, ließ sich keinerlei Nervosität anmerken. Die ersten drei Sätze gingen klar an ihn, wobei er zum Satzgewinn im zweiten und dritten Durchgang mit Check-outs von 167 und 153 Highlights setzte. Im vierten Satz gab es ein erstes und ein letztes Aufbäumen des Altmeisters, der erst ein starkes 153er-Finish auspackte und dann auch die nächsten beiden Legs zum 1:3 in den Sätzen gewann.

Im ersten Leg des fünften Satzes verpasste The Power dann seinen ersten 9-Darter bei einer WM denkbar knapp. Der letzte Dart auf die Doppel 12 kratzte außen am Draht. Taylor verlor dann nicht nur noch das Leg, sondern auch die beiden folgenden. Danach hatte Cross die Partie wieder komplett im Griff und gab nur noch einen Durchgang ab. Mit dem höchsten Finish (140), mit dem je WM-Finale beendet wurde, krönte Voltage sein Jahr, seine WM, sein Finale. Am Ende stand für ihn ein unglaublicher Average von 107,67 und eine fantastische Doppelquote von 60 Prozent zu Buche.

Das Finale erinnerte an das von 1990, als ein noch recht unbekannter Mann aus Stoke-on-Trent den damals dominierenden Eric Bristow mit 6:1 besiegte. Es war außerdem das Jahr, in dem Rob Cross geboren wurde.

„Als er (Phil Taylor, Anm. d. Red) seinen ersten Titel gewann, tat ich meinen ersten Atemzug“, so Cross nach dem Spiel. „Vor 15 Jahren war es mein Traum, gegen ihn zu spielen. Es ist phänomenal.“

Taylor selbst gab die Blumen zurück: „Er war wie ich vor 25 Jahren: Er war gut, er war unerbittlich und er hörte einfach nicht auf, dich unter Druck zu setzen.“

Von Rob Cross dürfen wir in Zukunft noch einiges erwarten. Er könnte der große Rivale für den so oft übermächtigen Michael van Gerwen werden, auf den so viele gewartet haben.

 

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