Gary Anderson hat die UK Open 2018 gewonnen. The Flying Scotsman besiegte im Finale im Butlins Minehead Resort Corey Cadby mit 11:7 und feierte damit seinen ersten Major-Titel seit der WM 2016. In einem Turnier, bei dem sich viele Favoriten früh verabschiedeten, kam die Nummer vier der Welt nie ernsthaft in Bedrängnis und sicherte sich den Siegerscheck über 70.000 Pfund. Von den Fans feiern lassen konnte Anderson sich allerdings nicht. Das Turnier fand aufgrund der extremen Wetterbedingungen – trotz großen Protestes der angereisten Fans und Kritik der PDC – unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Auch für die Spieler gestaltete sich die Anreise schwierig. Zehn Teilnehmer mussten absagen.

 

Anderson, der als Fünfter der UK Open Order of Merit erst in der dritten Runde ins Turniergeschehen eingriff, besiegte in der ersten Runde Robert Rickwood mit 10:3, bevor er Ricky Evans mit dem gleichen Ergebnis nach Hause schickte. Im Achtelfinale ließ der Schotte Jermaine Wattimena beim 10:6 keine Chance.

In der Runde der letzten Acht besiegte Anderson Rob Cross nach zwischenzeitlichem 3:5-Rückstand noch mit 10:5, bevor er sich im Halbfinale mit 11:7 gegen eine der großen Überraschungen des Turniers, David Pallet, mit 11:7 durchsetzte.

Im Finale gegen Cadby lag Anderson zunächst mit 1:4 zurück, gewann dann aber vier Legs in Folge zur ersten Führung. Diese ließ er sich dann nicht mehr nehmen. Der Australier Cadby kann sich über 35.000 Pfund und einen Platz unter den ersten 64 der Welt trösten. Erinnerungen werden wach an Rob Cross, der 2017 ein ähnlich starkes erstes Jahr spielte. Cross brauchte allerdings 38 Tage länger, um erstmals unter die Top 64 zu stoßen.

Vor leeren Zuschauerrängen gab es dieses Jahr einige überraschende Ergebnisse, die bei voriger Kenntnis Buchmacher hätten arm machen können.Topfavorit Michael van Gerwen verlor schon sein erstes Spiel überraschend gegen Landsmann Jeffrey De Zwaan. Titelverteidiger Peter Wright musste sich dem erst 18-jährigen Nordiren Nathan Rafferty mit 9:10 geschlagen geben.

John Part spielte sich erstmals seit 2012 wieder in ein Major-Viertelfinale, wo er dann allerdings glatt mit 3:10 gegen Robert Owen unterlag, der ebenso wie David Pallet sein erstes Halbfinale bei der PDC erreichte. Wieder in der Runde der letzten 16 dabei war Amateur Paul Hogan, der sich Gerwyn Price mit 9:10 geschlagen geben musste. Auch Krzysztof Ratajski, Jermaine Wattimena und Chris Dobey dürften mit dem Erreichen des Achtelfinals zufrieden sein, ebenso wie Steve West, der sein erstes Major-Viertelfinale erreichte, welches er mit 5:10 gegen David Pallet verlor.

Aus deutscher Sicht waren nach den Absagen von Maik Langendorf und Rene Berndt noch drei Teilnehmer am Start. Rene Eidams gewann sein Erstrundenspiel mit 6:4 gegen Andrew Johnston, verlor dann aber in Runde zwei klar mit 2:6 gegen Dave Chisnall. Gabriel Clemens stieg erst in Runde zwei ins Turnier ein und konnte dort Andrew Gilding klar mit 6:0 besiegen, bevor er in Runde drei knapp mit 8:10 gegen Kim Huybrechts unterlag. In die Runde der letzten 32 spielte sich Martin Schindler, der nach seinem guten Ergebnis bei den Qualifikationsturnieren in der dritten Runde startete. Dort besiegte er Ryan Harrington mit 10:7. Danach traf er auf den späteren Sieger Corey Cadby und musste sich trotz 4:1-Führung noch mit 7:10 geschlagen geben.

(SCH)

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