Adrian „Jackpot“ Lewis wurde am 21. Januar 1985 in Stoke-on-Trent in England geboren. Er ist in der Darts-Szene für seinen schnellen Wurfrhythmus und sein gutes Scoring bekannt. Der zweifache Weltmeister spielt sich teilweise in eine Art Rausch und ist dann nur schwer zu stoppen. Allerdings neigt er manchmal dazu sich hängenzulassen, wenn es nicht läuft.

Jackpot hatte auf der Bühne diverse Konflikte mit anderen Darts-Spielern, sein Nervenkostüm hat er nicht immer im Griff. Lewis ist mit Sarah Podmore verheiratet und hat einen Sohn mit ihr sowie eine Tochter aus einer früheren Beziehung. Vor seiner Profikarriere arbeitete er als Fahrlehrer. Adrian Lewis kam durch Freunde zum Darts. Da seine Kumpel oft an Freitagabenden im Pub spielten, machte er irgendwann einfach mit. Lewis zeigte schnell sein außergewöhnliches Talent. Mit 18 gewann er im Jahr 2003 die British Teenage Open. Er begann seine Karriere noch in der BDO, wechselte aber bereits nach einem Jahr – ohne einen erwähnenswerten Erfolg – zur PDC. Phil Taylor, der wie Lewis in Stoke-on-Trent geboren ist, fungierte als Mentor für das Nachwuchstalent.

2004 bis 2007
Lewis qualifizierte sich 2004 für die UK Open, bei denen er in der Runde der letzten 64 mit 7:8 gegen Dennis Harbour ausschied. Bei den Las Vegas Desert Open 2004 spielte er dann erstmals im Fernsehen gegen seinen Mentor Phil Taylor – und verlor in Runde eins gegen ihn. Seinen ersten Titelgewinn feierte Lewis im September 2004 bei den Chris de Roo Open, bei denen er im Finale Colin Lloyd besiegte. Mehr erfahren

2005 erreichte Lewis sein erstes Viertelfinale bei einem Major und schied bei den Las Vegas Deser Open gegen Colin Lloyd aus. Seit diesem Turnier ist sein Spitzname „Lurch“ Vergangenheit, mit dem er bis dahin wegen einer vermeintlichen Ähnlichkeit zum Butler aus der Adams Family leben musste. Lewis schied bei dem Event bereits in der ersten Runde gegen Kevin Painter aus, gewann allerdings an einem Einarmigen Banditen den Jackpot von 75.000 Dollar. Weil er aber noch keine 21 Jahre alt war, durfte er trotz großer Proteste von ihm und diversen anderen Darts-Spielern das Geld nicht behalten. Der Engländer versuchte unter anderem, den Casinomanager davon zu überzeugen, dass er gar nicht selbst gespielt habe, sondern einer seiner Begleiter. Lewis ließ sich erst beruhigen, als er vom Casino-Manager den Hinweis bekam, dass er mit seinen 20 Jahren eigentlich auch keinen Alkohol trinken dürfe. Da „Jackpot“ keine weiteren Schwierigkeiten wollte, zog er sich schließlich ohne seinen Gewinn zurück.

2005 war Lewis erstmals unter den besten 32 der Weltrangliste. Gegen Ende des Jahres wurde er der erste Spieler, der zwei PDC-Titel an einem Wochenende holte, als er erst die PDPA Players Championship und dann die UK Scottish Open gewinnen konnte. 2006 qualifizierte der Engländer sich erstmals für die WM, bei der er das Viertelfinale erreichte. Dort kam es zu einem denkwürdigen Match mit Peter Manley. Als Lewis 1:2 zurücklag, schaute er nach zwei geworfenen Darts in die Triple 20 zu Manley hinüber, während der dritte Dart in der Luft war. Auch dieser traf die dreifache 20. Manley gewann den Satz und machte dann Lewis gegenüber eine nicht näher überlieferte Bemerkung, als dieser grade beim Wurf war. Daraufhin verließ Lewis die Bühne. Nach einiger Zeit kam er zwar zurück, verlor aber das Spiel mit 3:5. Es war nicht das letzte Mal, das Lewis auf der Bühne mit einem anderen Spieler in Streit geriet.

Im April 2008 kam es bei den PDC Holland Masters zu einem heftigen Streit mit Kevin Painter. Es gibt keine Fernsehbilder zu diesem Vorfall, aber die Auseinandersetzung eskalierte so stark, dass beide Spieler für mehrere Monate gesperrt wurden. Im Fall von Lewis war es eine sechsmonatige Verbannung von allen PDC-Veranstaltungen sowie eine viermonatige Matchsperre. Beim World Grand Prix 2010 gab es gleich zwei Vorfälle. Im Halbfinale gegen Taylor beschwerte sich dieser darüber, dass Lewis die Zuschauer zu Lärm auffordern würde, während Taylor am Board stehe, um „The Power“ abzulenken. Lewis gewann das Match mit 5:4. Im Finale beschwerte sich Gegner James Wade darüber, dass Lewis auf dem Oche aufstampfen würde, um Wade abzulenken. Lewis verlor das Spiel gegen Wade mit 3:6. 2006 machte Jackpot einen weiteren Sprung in der Weltrangliste. Er spielte ein gutes Niveau, erreichte unter anderen das Achtelfinale der UK Open und gewann ein Turnier der Scottish Players Championship.

2007 bis heute
2007 trennten sich dann die Wege von Lewis und seinem Mentor Taylor, da Lewis das Gefühl hatte, die großen Erfolg seines Lehrmeisters würden ihn zusätzlich unter Druck setzen und dadurch seine Leistung negativ beeinflussen. Zwischen 2007 und 2010 schwankten die Leistungen von Lewis stark. Er konnte das Versprechen seiner frühen Erfolge lange Zeit nicht einlösen. Positiv hervorzuheben sind die Finalteilnahme bei der European Darts Championship 2008, wo er mit 5:11 gegen Taylor verlor. Im September 2009 gewann er mit der Austrian Players Championship nach drei Jahren wieder ein PDC-Turnier. Im Finale gegen Carlos Rodriguez spielte er einen 9-Darter. Einen Monat später gewann Lewis die Irish Open.

Bei der WM 2011 konnte Jackpot erstmals bei dem wichtigsten Turnier der Welt sein komplettes Potenzial abrufen und schrieb Geschichte. Er stürmte bis ins Finale, wo er auf Gary Anderson traf. Lewis sollte der erste Spieler werden, der im Finale der WM einen 9-Darter warf. Er gewann mit 7:5 gegen den „fliegenden Schotten“ und durfte sich somit Weltmeister nennen. Außerdem wurde er die neue Nummer zwei der Welt und der bis dato jüngste PDC-Weltmeister. Nach einer starken Saison 2011, in der er unter anderem den Grand Slam of Darts gewann, konnte er 2012 seinen Titel verteidigen. Er war nach Eric Bristow und Raymond van Barneveld erst der dritte Spieler, dem dies gelang.

In Runde eins der WM schlug er Nigel Heydon mit 3:2, obwohl er schon 0:2 zurücklag und während einer Pause von einer Biene in die Wurfhand gestochen wurde. Im Halbfinale gegen Wade lag er mit 1:5 zurück und gewann noch mit 6:5 mit einem spektakulärem 161er-Finish. Das Spiel gilt als eines der größten Comebacks der WM-Geschichte. Nach dem Match sagte Lewis, dies sei der beste Sieg seines Lebens gewesen. Das Finale gewann er dann deutlich mit 7:3 gegen Andy Hamilton. Im Überschwang der Gefühle sagte Jackpot im Interview nach dem Turniersieg, er könne zehnfacher Weltmeister werden. Lewis ist ein fester Bestandteil der Weltelite und konnte nach seiner Titelverteidigung noch diverse Turniere gewinnen, darunter die European Championship 2013 und die UK Open 2014.

Nachdem er bei der WM 2015 im Achtelfinale trotz eines 9-Darters gegen den ungesetzten Raymond van Barneveld rausflog, erreichte er 2016 noch einmal das Finale gegen Gary Anderson. Im der Neuauflage des Endspiels von 2011 gewann Anderson mit 7:5. Mit 34 geworfenen 180ern in einem Spiel stellten die beiden Kontrahenten einen neuen Rekord auf.

Lewis gewann 2016 das erste UK Open Qualifier im Februar. Im Finale besiegte er Phil Taylor mit 6:2. Bei den UK Open selbst war für Jackpot im Achtelfinale Schluss, er unterlag Jelle Klaasen mit 7:9. Er qualifizierte sich als Vierter für das Halbfinale der Premier League, war dort aber beim 4:10 gegen Michael van Gerwen chancenlos. Mit Phil Taylor zusammen gewann er den PDC World Cup of Darts im Juni. Ein Erfolg bei einem Weltrangliste-relevanten Turnier gelang Jackpot 2016 aber nicht mehr. Den negativen Höhepunkt einer schwachen Saison setzte Lewis beim Grand Slam of Darts, als er völlig überraschend mit drei Niederlagen Letzter in seiner Gruppe wurde.

Auch die WM konnte eine verkorkste Saison nicht retten. Nach überzeugenden Siegen gegen Magnus Caris (3:0) und Joe Cullen (4:0) musste Jackpot sich im Achtelfinale trotz 3:2-Führung noch mit 3:4 gegen Raymond van Barneveld geschlagen geben.

Auch die Saison 2017 verlief alles andere als nach Wunsch. Beim Masters erreichte Jackpot immerhin das Halbfinale, verlor dieses dann aber glatt mit 5:11 gegen Michael van Gerwen. Lewis erreichte das Finale des ersten UK Open Qualifier, musste den Titel aber Peter Wright überlassen. Bei den UK Open selbst verlor Lewis in der Runde der letzten 32 gegen Paul Hogan mit 4:6, der vorher schon Gary Anderson völlig überraschend aus dem Turnier geworfen hatte. Lewis gewann das fünfte Event der Players Championship, besiegte dabei im Finale Dave Chisnall mit 6:3. Mit Chizzy spielte er dann zusammen den World Cup of Darts, wo die beiden sich im Halbfinale den Niederländern geschlagen geben mussten.

In der Premier League spielte Lewis einen 9-Darter in seinem Match gegen Raymond van Barneveld, in dem er auch einen Average von 111,52 Punkten erreichte und mit 7:4 gewann. Das sollte eines seiner wenigen guten Spiele bleiben. Er wurde Achter und schied damit sang- und klanglos aus. Lewis verpasste außerdem die Qualifikation für mehrere Events der European Tour, unter anderem für die Gibraltar Darts Trophy und die Austrian Darts Open. Im Juni unterzog sich Lewis einer Rückenoperation und setzte einige Wochen aus. Beim World Matchplay feierte der Engländer dann ein gelungenes Comeback. Nach Siegen über Steve Beaton (10:7), Rob Cross (11:8) und Adrian Lewis (16:13) unterlag Jackpot erst im Halbfinale Ziehvater Phil Taylor mit 9:17.

Sven Scharf

Adrian „Jackpot“ Lewis

Informationen & Statistiken

Name Lewis
Vorname Adrian
Spitzname Jackpot
Land England
Geburtsdatum 21.01.1985
Geburtsort Stoke-on-Trent / England
Familie verheiratet (zwei Kinder)
vorher ausgeübter Beruf
PDC-Rang 4
beste PDC-WM-Platzierung Weltmeister 2011/2012
Darts / Ausrüster 21g Target Adrian Lewis Gen 2 / Target
Einlaufmusik Gruppe Perfecto Allstarz
Einlaufmusik Titel Reach Up

Kontakt

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